Am 25. Juni lud die TEN ihre Mitglieder zur jährlichen Generalversammlung ein, um über vergangene Entwicklungen zu sprechen, Pläne für die Zukunft vorzustellen und bei wichtigen Fragen mitzuentscheiden. Ein wichtiger Beschluss gleich vorweg: Aufgrund des erneut sehr guten Jahresergebnisses wird eine Dividende in Höhe von 3,5 % ausgeschüttet.
Zu Beginn der Versammlung begrüßte Norbert Siemann, zum ersten Mal in seiner Funktion als unser Aufsichtsratsvorsitzender, die anwesenden Mitglieder und Gäste.
Anschließend berichtete unser Vorstandsvorsitzender Peter Obermeyer über die weiterhin positive Mitgliederentwicklung: Zum Jahresende 2025 zählte die Genossenschaft 4.190 Mitglieder, was das Vertrauen in das Unternehmen unterstreicht. Auch der Energieabsatz entwickelte sich solide: Der Stromabsatz lag mit 136 GWh unter dem Vorjahreswert, während der Erdgasabsatz mit 250 GWh deutlich über dem Wert aus dem Vorjahr lag. Der Wärmeabsatz ist mit 15 GWh weitestgehend stabil.
Zukunftsthemen:
Netzausbau & Digitalisierung
Weiter berichtete Peter Obermeyer, dass der Netzausbau auch in den nächsten Jahren ein zentrales Thema in unserem Netzbetrieb sei. Heute umfasst das Stromnetz der TEN 1.340,6 Kilometer, 318 Trafostationen und 4.303 Erzeugungsanlagen. Im TEN-Netzgebiet liegt die installierte PV-Leistung mittlerweile bei über 80 Megawatt, also über 80 Millionen Watt. Um das Netz für den fortschreitenden Ausbau erneuerbarer Energien zu ertüchtigen und zu stabilisieren sind für den weiteren Netzausbau hohe Investitionen vorgesehen: 2025 flossen rund 4,3 Mio. Euro in das Stromnetz, für 2026 sind rund 5,4 Mio. Euro geplant – ein klares Bekenntnis zur Energiewende und zur Versorgungssicherheit.
Darüber hinaus erläuterte Peter Obermeyer, dass immer neue gesetzliche Anforderungen die Arbeit der TEN prägen. Als Beispiel nannte er die steuerbare Verbrauchseinrichtungen wie Wärmepumpen, Wallboxen und Batteriespeicher, die nun netzorientiert eingebunden werden müssen. Den Nutzern werden passend dazu Produkte mit entsprechenden finanziellen Anreizen angeboten.
Ein weiteres Zukunftsprojekt der TEN ist ein Batteriespeicher, der an der Umspannanlage Glandorf mit bis zu 7,5 MW Leistung und 15 MWh Kapazität aufgestellt werden soll. Die Inbetriebnahme ist für 2027 geplant.
Die Zahlen stimmen
Nach dem starken Vorjahresergebnis verzeichnete die TEN im Geschäftsjahr 2025 erneut einen gestiegenen Umsatz von 131,6 Mio. Euro (Vorjahr: 111 Mio. Euro), berichtete Vorstand Michael Benning. Der Anstieg erklärt sich im Wesentlichen durch den witterungsbedingt gestiegenen Gasabsatz. So erwirtschaftete die TEN ein sehr erfreuliches Jahresergebnis von 1,1 Mio. Euro – ein klarer Beleg für wirtschaftliche Stabilität und solides Management. Rund 779.000 Euro wurden den Rücklagen zugeführt.
Stärkung der Eigenkapitalquote und gestiegenes Jahresergebnis
Die Eigenkapitalquote wurde weiter gestärkt, so stieg das Eigenkapital auf 24 Mio. Euro (Vorjahr: 23,2 Mio. Euro). Die Bilanzsumme lag mit 78,1 Mio. Euro leicht unter dem Vorjahresniveau. Die Rückstellungen konnten mit 29,2 Mio. Euro (Vorjahr: 32,4 Mio. Euro) auf einem weiterhin hohen Niveau leicht zurückgefahren werden. Positiv hervorzuheben ist die erneut deutliche Reduzierung der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, was wichtig ist, um finanzielle Spielräume für kommende Investitionen zu sichern.
3,5 % Dividende
werden ausgezahlt
Im Anschluss waren die Mitglieder gefragt: Die von Vorstand und Aufsichtsrat vorgeschlagene Ausschüttung einer Dividende in Höhe von 3,5 % wurde von den anwesenden Mitgliedern einstimmig angenommen.
Satzungsänderungen
Im Anschluss stimmten unsere Mitglieder über mehrere Satzungsänderungen ab, die es uns ermöglichen, zentrale Abläufe zu modernisieren und zu vereinfachen. So sollen Erklärungen künftig in Textform möglich sein, Gremiensitzungen flexibler stattfinden können und Nachweise sowie Einberufungsverfahren erleichtert werden. Zudem werden einzelne Aufsichtsratsaufgaben verschlankt, die Rücklagenbildung gestärkt und die Veröffentlichung des Jahresabschlusses auf das Unternehmensregister umgestellt. Die vom Vorstand vorgeschlagenen Satzungsänderungen wurden En-Bloc abgestimmt und mit zwei Gegenstimmen und einer Enthaltung angenommen.
